Neues 2024


RS-Hemmoor e.V.


Die Zimmerei / Tischlerei Gätke in Isensee (20.06.24)

Tourenleiterin Edith kennt die Familie Gätke seit Ihrer Kindheit – mit Hugo, Sohn des Gründers Heini, ging sie zur Schule. Was liegt da näher, als nach einer Führung durch die heutigen Betriebsgebäude zu fragen. Und Frank Gätke, der das Familienunternehmen heute leitet, zeigte voller Stolz, was dort alles aus Holz hergestellt wird. 20 Mitarbeiter sind angestellt – und dem Fachkräftemangel zum Trotz werden 4 Azubis ausgebildet. Wert wird auf regionale Kompetenz gelegt – sowohl Mitarbeiter als auch Kunden wohnen in einem Umkreis von 20, maximal 25 Kilometern. Ob Schränke, Tische oder ganze Küchen – In der Tischlerei wird individuell gemäß Kundenwunsch auf Millimeter genau gefertigt. In der Zimmerei geht es etwas grober, aber nicht weniger genau zu. Mit Hilfe großer Maschinen werden Hausaußen- und -innenwände in Holzständerbauweise bis zu einer Länge von 13 Metern in qualitativ hochwertigster Bauweise produziert. Wichtigstes Element bei allen Aufgaben im Betrieb: der Computer – ohne die präzise Planung anhand der 3D-Graphik geht nix mehr. – Vor 5 Jahren ereilte die Familie ein großes Unglück: ein Feuer hatte die Zimmerei-Halle vernichtet. Aber Aufgeben war keine Option – Sohn Lukas gab den Anstoß zum ´Weitermachen´ – innerhalb nur eines Jahres wurde die Halle neu aufgebaut – doppelt so groß wie die alte. Und trotz der enormen Belastung in dem kritischen Jahr, konnten alle Aufträge termingerecht ausgeliefert werden. Respekt – Frank – großen Respekt für diese Leistung.


Sonntagstour: Zwischen Elbe und Itzehoe (16.06.24)

Mit „sehr abwechslungsreich“ könnte man diese Sonntagstour beschreiben. Nach der Elbquerung starteten die 24 Teilnehmer gegen 09:30 Uhr vom Glückstädter Fähranleger Richtung Norden. Das Wetter machte mit – es klarte auf und die Temperaturen wurden mehr und mehr angenehm. Die ersten Kilometer entlang der Stör erinnerten häufig an Touren entlang des heimischen Oste-Deiches. Auch bei einem Blick über den Deich hörte man mehrfach den Satz „Sieht aus wie die Oste“ . Nach Überfahrt mit der Prahmfähre in Beidenfleth war es nicht mehr weit zur ersten Rast im „Cafe zu Schleuse“ – der Frühstückstisch war mehr als reichlich gedeckt – ob Lachs, Rührei oder Obstsalat – es fehlte an nichts. Als erstes Kontrastprogramm folgten ein paar Kilometer durch die Stadt. Itzehoe war erreicht. Erst einmal ging es durch den Hafen mit Schiffen und Lagerhallen – und plötzlich war man mitten in der Altstadt auf dem historischen Rathausplatz – natürlich mit obligatorischem Gruppenfoto auf der Rathaustreppe. – Nur wenige Kilometer weiter ein völlig anderes Landschaftsbild: Umgeben von Heide und Sanddünen wurde die „Binnendüne Nordoe“ durchquert – sehr eindrucksvoll; gefühlt wie in der Lüneburger Heide. – Im Anschluss daran wieder Erkundungsfahrt durch eine Stadt: Krempe. Früher ein bedeutendes Zentrum mit Festungsanlage zeugen heute nur noch Wasserturm, Burggraben und Rathaus von der ehemaligen Pracht. – Zeit für eine nächste Rast. Diesmal in ländlicher Umgebung. Der „Hofladen Carstens“ in Elskop war auf den Radler-Besuch vorbereitet und hatte die Eistruhe randvoll gefüllt. Erdbeer, Vanille, Schoko – so manch einer gönnte sich eine zweite oder dritte Kugel lecker Eis. – – Zurück bis nach Glückstadt war es nicht mehr weit. Aber vorher sollte noch eine weitere eindrucksvolle Strecke gemeistert werden: ein schmaler Weg entlang der „Kremper Rhin“ – mit abruptem Übergang in den Stadtverkehr von Glückstadt. Auf dieser Tour sollte mal ein ´anderes´ Glückstadt als das allseits bekannte Zentrum und der Hafen gezeigt werden: diesmal ging es mit ganz neuen Eindrücken durch den Stadtpark und am „Neuen Fleth“ entlang. Nach so einer abwechslungsreichen Tour darf ein ´runder´ Abschluss nicht fehlen, Was passt da besser als ein gemeinsamer Imbiss im „Ankerplatz“ direkt am Fähranleger in Wischhafen. – Ja, mit „abwechslungsreich“ ist der Charakter dieser Sonntagstour gut beschrieben.


Der Holzhof in der Wingst (13.06.24)

Reiner Zufall war es, dass wir auf Axel von der Wense, Chef der gleichnamigen Forstverwaltung, nebst Ehefrau und Kinder trafen, als wir auf das Grundstück des Wingster Holzhofes einbogen. Und so erfuhren wir viel Interessantes aus der Wald- und Forstwirtschaft aus erster Hand. Überwiegend werden die geschlagene Bäume an regional umliegende Sägereien vermarktet. Sie werden zeitnah durch Neuanpflanzung in Form einer Mehrgenerationen-Wiederaufforstung ersetzt. Neben Tannen und Fichten ist man besonders stolz auf die Douglasie, die sich hier seit über 100 Jahren heimisch fühlt, und deren Saatgut im August geerntet wird.. Die Vielfalt an Nadelhölzern, Naturverjüngung, Verzicht auf Chemie und angepasster Wildbestand tragen dazu bei, dass der Wingster Wald im Gegensatz zu anderen Regionen in Deutschland als relativ gesund gelten kann und Anwohnern wie Gästen als Naherholungsgebiet offen steht. Um so unverständlicher ist es, wie durch achtlos aus dem Autofenster geworfene Plastikverpackung oder gar durch bewusste Entsorgung von Bauschutt und Autoreifen der Wald als Müllplatz missbraucht wird. – Im Anschluss führte uns Michael Stemmann, Mitarbeiter auf dem Holzhof, über das Gelände. Pfähle, Pfosten, Palisaden in allen erdenkbaren Längen und Stärken werden der Landwirtschaft, dem Großabnehmer, aber auch dem Privatmann angeboten. Ob naturbelassen, gespitzt, geschält oder gefräst … Hauptsache rund oder halbrund … nur nicht eckig!


Naturidyll Stinstedter See (06.06.24)

Manchmal muss es auch mal ein bisschen weiter sein: 45 Kilometer hatte Tourguide Helmut für diese Erlebnistour angesetzt. Die Strecke hin zum See verlief meist auf Asphalt und festem Schotter über Lamstedt, Mittelstenahe und Moorausmoor – natürlich mit kleinen Trinkpausen. Und dann änderte sich der Fahrbahnbelag schlagartig. Den Weg rund um den See nahe Stinstedt kann man eher als Single-Trail bezeichnen. Sand, Kies, Grasnarbe – nicht ganz leicht zu fahren – aber dafür mitten in der Natur – See rechts, Moor links und umgekehrt. Kein Autoverkehr oder sonstige Geräusche, die man aus bewohnten Gebieten kennt, sind zu hören. Statt dessen umgibt den Besucher das laute Gequake der Frösche, die am späten Nachmittag allgegenwärtig zu sein scheinen. Noch eine kurze Rast – ein paar Fotos – ein Griff in die Snackbox – und schon geht es wieder zurück Richtung Hemmoor, das gut 3 Stunden nach Abfahrt wieder erreicht wird. – Zweifelsfrei eine schöne Tour, diesmal als besonders naturnahes Erlebnis.


Paradies für Pferde: Fuchs Pferdezucht & -pension (30.05.24)

Ein Empfang, mit dem wir nicht gerechnet hatten: Kaffee, Kuchen und Kaltgetränke standen zur Begrüßung auf dem Tisch. Vor rund 6 Jahren hat Nicole Fuchs mit einer Pferdepension im beschaulichen Süderdeich begonnen. Mittlerweile gibt es in ihrem Betrieb rund 20 Boxen, die derzeit zur Hälfte mit Pferden von Einstellern belegt sind. Eine große Halle steht ihnen zur Verfügung, die täglich für den Reitsport genutzt werden kann. Insgesamt werden jetzt in den Sommermonaten rund 70 (!) Pferde betreut, die meisten davon auf den etwa 80 ha Weiden rund ums Grundstück und bis nach Geversdorf hin. Pferde fordern Zeit und Aufwand: Füttern, Pflegen, Misten, Kontrolle auf den Weiden und viele Aufgaben mehr sind täglich – 7 Tage die Woche – zu bewältigen. Die Pferdezucht hat im laufenden Jahr 2 Fohlen hervorgebracht – im kommende Jahr sollen sogar 6 Fohlen geboren werden. Der Arbeitsaufwand in Pension und Zucht muss gewaltig sein. Um so erstaunter waren wir, dass Nicole neben den vielen Aufgaben rund ums Pferd noch einen Bürojob und einen 5-Personen-Haushalt bewältigt. Wow – Respekt! – Wer mehr über die Pferdezucht und -pension Nicole Fuchs wissen möchte, klickt hier.


100 Kilometer: Dorum – Wremen – Beers (26.05.24)

Die Anfahrt zu dieser außergewöhnlich langen Tagestour war mit dem Zug geplant. Glück gehabt: keine Strecken- oder Weichenstörung, kein Zugausfall – pünktlich kamen wir kurz nach halb 10 Uhr in Cuxhaven an. — Die ersten Kilometer auf dem Rad waren schnell geschafft: Ada Fischer vom Biolandhof in Arensch hatte ein überraschend umfangreiches Frühstück mit hausgemachten Produkten vorbereitet: gesäuerter Milchtrunk, Müsli, Käse-Sticks und Backwaren – ungewöhnlich, aber sehr lecker. — Die nächsten Kilometer immer am Nordseedeich entlang führten uns nach Dorum-Neufeld, zu einem besonderen Erlebnis: Gerald Schmied, Mitglied des Fördervereins, empfing uns hoch oben auf dem Leuchtturm Obereversand. Ein Original-Oberfeuer-Leuchtturm, der im Jahr 2003 von seinem ursprünglichen Standort im Wattenmeer nach Dorum verbracht wurde. Schwer zu sagen, was interessanter war – der Vortrag von Gerald oder der endlose Blick von der 30 Meter hohen Plattform ins Wattenmeer bis hinüber nach Wilhelmshaven, fern am Horizont. — Und weiter mit dem Rad unmittelbar am offenen Wattenmmer entlang nach Wremen, wo die zweite Leuchtturmbesichtigung auf uns wartete. Aber Halt – erstmal gibt es was zum Mittagessen. Eckard Willuweit hatte vor seinem Fischimbiss auf dem Wremer Südpier Plätze für uns reserviert – direkt am Wremer Kutterhafen – was für eine Location (!) nur wenige Meter von der Hafenkante und den Fischerbooten entfernt. Ob Fischbrötchen, Matjes oder Backfisch – frischer Fisch in dieser Umgebung – mehr geht nicht. Aber jetzt auf zum Leuchtturm Kleiner Preuße, nur rund 100 m entfernt. Deutlich kleiner als der Leuchtturm in Dorum, aber dafür wurden wir besonders herzlich empfangen: Hobby-Leuchtturmwärter Willy Jagielki hatte noch zwei weitere Kollegen und Begleitung zur Begrüßung mobilisiert. Wir erfuhren: Bei dem Kleinen Preußen handelt es sich nicht um ein Original, sondern um einen Nachbau, was der Attraktivität aber keineswegs schadet. Nicht nur ein Touristenmagnet, sondern auch bei Brautpaaren als trendiges Trauzimmer gefragt. — Auf der Rückfahrt nach Hemmoor sollte noch eine Kaffeepause eingelegt werden. Wo? Natürlich direkt am schönsten See auf dieser Route: im Lokal Dobbendeel direkt am Ufer vom Bederkesaer See. — Zurück am Ausgangspunkt in Hemmoor waren die 100 Kilometer zwar noch nicht ganz erreicht, aber die restlichen Kilometern bis zum jeweiligen zu Hause mussten ja auch noch geradelt werden. Wieder einmal eine erlebnisreiche Tagestour.


Jahreshauptversammlung 2024 (15.03.24)

Die Kulturdiele in Hemmoor war mit 30 Mitgliedern gut besucht, als die Jahreshauptversammlung am 15.03.24 um 19:00 Uhr eröffnet wurde. Der Bericht von Vorstand und Kassenwart über das abgelaufene Jahr war zügig vorgetragen: die angebotenen Radtouren waren sehr gefragt und die Vereinsfeste sehr gut angenommen worden. Die ausgezeichnete Kassenlage erlaubte die Anschaffung weiterer Vereinskleidung und die Bezuschussung von vereinsinternen Veranstaltungen – der Haushaltsplan konnte ausgeglichen präsentiert werden. Nach der einstimmigen Entlastung des Vorstands für das Jahr 2023 stand der wichtigste Punkt auf der Tagesordnung: die turnusmäßige Wahl des gesamten Vorstands. Nach rund 13 bzw. 9 Jahren Vorstandsarbeit verzichteten Dieter Tiedemann und Erika Semken auf die Wiederwahl zum Ersten Vorsitzenden bzw. zur Schriftführerin, und auch Georg Tiedemann stelle seinen Posten als Zweiter Vorsitzender zur Verfügung. Gewählt wurden – jeweils einstimmig:

  • Vorsitzender: Peter Heinbockel (bisher Kassenwart)
  • Zweiter Vorsitzender: Peter Eckmann
  • Kassenwartin: Karin Mangels
  • Jugendwart: Gerhard Karsten (Wiederwahl)
  • Schriftführerin: Dörte Schrader
    • Kassenprüfer: Hans Stechmann
    • Kassenprüfer: Hinrich Meyer

Die Wahl nahm einige Zeit in Anspruch. Und auch die anschließende offene Gesprächsrunde dauerte seine Zeit, bis die Themen, die sich in den letzten Monaten angesammelt hatten, ausdiskutiert waren. In Kürze zusammengefasst:

  • Der Präsentation auf Facebook wurde eine Absage erteilt
  • Als Tourenstartpunkt wird weiterhin der Güterschuppen beim Hemmoorer Bahnhof favoritisiert
  • Schwerpunkt der Aktivitäten bleibt das Radfahren; Rad-fremde Veranstaltungen in den Wintermonaten sind weniger gefragt
  • Bei Touren mit Teilnehmerbegrenzung wird künftig das Losverfahren für eine gerechtere Platzvergabe sorgen
  • Die Tourenplanung und -leitung muss künftig auf mehr Personen verteilt werden
  • Die wöchentliche Cafe- und Erlebnistour auf andere Wochentage umzulegen, fand keine Mehrheit
  • Der Stammtisch wird versuchsweise von Donnerstag auf Mittwoch verlegt und attraktiver gestaltet
  • Trotz gestiegenen Abgaben an die übergeordneten Verbände soll der Beitrag konstant bleiben

Im Anschluss wurden dann noch die Touren und Veranstaltungen der vorausliegenden Saison, die mit dem Anradeln am Ostersonntag, 01.04.24 beginnt, vorgestellt. Für die Sonntags- und Mehrtagestouren liegen bereits reichlich Anmeldungen vor – teilweise sogar mit Warteliste. Das Engagement von Vorstand, Tourenleitern und Festausschuss ist beachtlich. Und es motiviert, wenn dann noch das Angebot so gut angenommen wird. Nach gut 2 1/2 interessanten Stunden konnte die Versammlung beendet werden.


Einladung zur Jahreshauptversammlung (14.02.24)

Der Vorstand des RS-Hemmoor e.V. hat seine Mitglieder zur diesjährigen Hauptversammlung eingeladen, und zwar zu Freitag, 15.03.24 um 19:00 Uhr in die Kulturdiele Hemmoor. U.a. steht eine nach Zeitablauf fällige Vorstandswahl auf der Tagesordnung, nachdem über die Ereignisse des vergangenen Jahres berichtet wurde. Und natürlich sollen auch die reichlich geplanten Aktivitäten der vorausliegenden Saison vorgestellt werden. Über eine rege Teilnahme an dieser Veranstaltung würden sich alle Verantwortlichen sehr freuen.


Rennradler planen die neue Saison (17.01.24)

Auch die Rennradler des RS-Hemmoor haben für die Saison 2024 ihre Aktivitäten geplant. Die wöchentlichen Trainingsfahrten wurden jetzt -beginnend ab April- auf den Montag verlegt. Gestartet wird dann um 13:30 Uhr von der Bördehalle Lamstedt aus und um 14:00 Uhr geht es ab Bahnhof Hemmoor in die Pedalen. Die Streckenlänge beträgt meist ca 60 bis 70 km bei mäßigem Rennradtempo. Gastradler mit Rennrad sind stets willkommen.

Neben den Trainingsfahrten wurde auch eine Liste für eine Teilnahme an möglichen Radrennen erstellt. Die Liste umfasst 10 Rennen – los geht es Ende April in Syke und endet Anfang Oktober in Münster. Dabei dürfen die Velo in Berlin und die Cyclassics in Hamburg natürlich nicht fehlen. Weitere Infos und Termine siehe „Termine“ -> „Rennrad“.