Bilder 2024


Eichhofsberg – Wo ist das denn? (16.05.24)

Kurz vor 12 Uhr kam der Anruf: „Ich habe mich verletzt – ich kann die Tour heute nicht leiten“. Tourenleiter Helmut fiel nur wenige Stunden vor Abfahrt aus. Aber kein Problem. Die geplante Strecke war auf Navi gespeichert – und so konnte die Tour auch ohne den eigentlichen Tourenleiter starten. Erster Stopp: an einer Raststelle in Westerende soll es eine Ausgrabungsstätte geben – geguckt – gesucht aber leider war nix zu sehen. Zweiter Stopp: der Nordahner Pool – ein kleiner See in unmittelbarer Nähe vom Radweg, versteckt zwischen Bäumen und Büschen – sehr idyllisch – bei dem warmen Wetter eine Einladung zum Baden. Dritter Stopp: der Eichhofsberg – angeblich die höchste Stelle zwischen Varrel und Stinstedt – aber kaum als Erhebung in der Ebene wahrnehmbar. Zum Abschuss dann noch einmal ein Blick über den nah gelegenen Balksee – und dann wieder zurück nach Hemmoor. Eine 30-Kilometertour – zur Hälfte mit Rückenwind und den Rest der Strecke mit Wind von vorn.


Der Hollener Quelle ein Denkmal gesetzt (02.05.24)

Wenn einer was über Hollen, die kleine Gemeinde in der Nähe von Lamstedt, zu erzählen hat, dann ist das Michael Schwieger, Der ursprüngliche Ortsname war „Hollana“, was soviel wie „Wasserloch“ bedeutet. Und ein Wasserloch, also eine Quelle, versorgte über 1.000 Jahre lang im Mittelpunkt der umliegenden Höfe Mensch und Tier mit Trinkwasser. Da das Wasser der Quelle letztendlich nicht mehr ausreichte und die Gemeinde an das moderne Leitungsnetz angeschlossen wurde, wurde die Quelle zugeschüttet … bis Michael Schwieger einen Spendentopf gründete. Durch Geldspenden, Arbeitsleistung und persönliches Engagement wurde ein Denkmal in Form eines Brunnens errichtet. Und da der Radsportverein sich angemeldet hatte, setzten die Beteiligten alles daran, das Denkmal genau einen Tag vor unserem Besuch fertigzustellen – wow – welch eine Ehre – vielen Dank. Das Denkmal ist gelungen – nicht nur ein Hingucker, sondern auch voll funktionsfähig. Zwei bis drei Züge mit dem Pumpenschwegel genügen, und frisches Wasser wird ans Tageslicht gefördert. Ob es Trinkwasserqualität hat, wird derzeit labortechnisch untersucht. Mal wieder eine lohnende Erlebnistour zum Ursprung, der Quelle der Gemeinde Hollen.


3 Tage Elbinsel Wihelmsburg, Dove Elbe und Harburger Berge

27.-29.-April 2024

Der Start begann pünktlich um 9:41 am Bahnhof Hemmoor. Zu unserer großen Freude hatte sich das Wetter unseren Wünschen angepasst, wir wurden tatsächlich mit regenfreien Tagen beschenkt. Wir verließen den Zug in Harburg und benutzten die alte Süderelbbrücke, um die größte Flussinsel Europas zu erreichen. Der erste Halt war im Restaurant Stackmeister in der Nähe der Bunthausspitze, die uns mit einem reichhaltigen Frühstück bewirteten.

An der Bunthausspitze teilt sich die Elbe in Norder- und Süderelbe. Ein kleiner Leuchtturm warnte früher die Flussschiffer vor dieser Teilung.

Der weitere Weg führte uns zum Cafe Pause in der alten Honigfabrik, dort gab es leckeren Kuchen. Entlang eines Kanals, umrahmt von alter Industriekultur, fuhren wir zum Wilhelmsburger Inselquartier.

Unser Hotel war der Gasthof Kupferkrug. Es war einfach, sauber und preiswert mit einem reichlichen Frühstück. Dort gab es auch das Abendessen, es war sehr zu empfehlen.

Der zweite Tag führte uns über die Norderelbbrücken an der Elbinsel Entenwerder entlang zu den Boberger Dünen, angeblich die schönsten Dünen Deutschlands. Ein Segelflugplatz gab mit ein paar startenden Segelflugzeugen Unterhaltung.

Entlang der Bille ging es weiter durch die Ausflugsgebiete des Hamburger Ostens. Wir streiften Allermöhe und hatten den nächsten größeren Halt am Hotel zum Eichbaumsee. Dort gab es ein leckeres Mittag-Essen. Sehenswert ist die Decke der Gaststube, dort hängen unglaublich viele, im wesentlichen historische Gegenstände, des taglichen Lebens.

Zurück wieder über Entenwerder und den Elbbrücken. Das Abendessen war heute im Hansekai geplant, ein Restaurant mit guter, aber teurer Küche wunderhübsch am Jaffe-David Kanal gelegen.

Auf der Rückfahrt stellten wir am Hotel fest, dass einer unserer Mitglieder verloren gegangen war. Ein Sonder-Einsatz-Kommando fuhr zum Restaurant zurück, dort wurde die vermisste Person gefunden und sicher zum Hotel zurück geleitet.

Der dritte und letzte Tag führte uns am Inselquartier vorbei durch eine grüne Landschaft, die niemand in Wilhelmsburg erwartet hatte. Das Highlight des Tages war sicher der Harburger Stadtparksee. Lange Strecken führten an einem wunderhübschen See entlang, dessen Existenz fast mitten in der Stadt niemand erwartet hatte. Dann ging es in die Harburger Berge, die hier so hübsch Rosengarten heißen. Wir passierten den Hülsenberg, mit 155 Meter die höchste Erhebung der Harburger Berge. Dort ignorierten wir eine Absperung der Forstwirtschaft und handelten uns Schimpfe ein.

Die Querung der Este erwies sich wegen schlechter Wege als mühsam, ebenso erwies sich die Gegend südlich von Neukloster als unerwartet bergig. Dafür entschädigte das Essen in Robbys House in Neukloster.

Der Rest der Strecke war einfach. Entlang der Bahn bis nach Horneburg, wo wir in den um 15 Minuten verspäteten Zug nach Hemmoor/Hechthausen stiegen.

Nach allgemeiner Ansicht eine gelungene Tour, an der das unerwartet gute Wetter einen erheblichen Anteil hatte.


Kamelien – Zeitlose Eleganz aus der Wingst (25.04.24)

„Kamelien sind empfindlich“, hört man hier und da. „NEIN, stimmt nicht!“ sagt Malte Fischer, Kamelienexperte in dritter Generation. Vor rund 90 Jahren begann die Gärtnerfamilie in Wingst-Höden mit der Aufzucht des ursprünglich auf Fernost stammenden Ziergehölz´. Mittlerweile wurde in der Wingst eine Vielzahl neuer Kamelien gezüchtet, insbesondere seit Jahrzehnten erprobte Freilandsorten. Verkauft werden die Pflanzen mit einem Alter ab 4 Jahren, aber auch mehr als 20-jährige konnten in voller Blüte bewundert werden. Apropos Blüte: „Kamelien zeichnen sich durch einen besonders frühen Blühbeginn aus“, betonte Malte in seinem Vortrag. Bereits Anfang Februar bringt diese immergrüne Pflanze eine Vielzahl bunter Farbtupfer in den meist noch winterlichen Garten. „Am richtigen halbschattigen Standort gepflanzt ist die Kamelie eine dankbare besonders langlebige Pflanze und alles andere als empfindlich“. Danke für die vielen kompakten Infos über die Kamelie – eine Erlebnistour, die sich mal wieder gelohnt hat.


Rund um Altendorf I (18.04.24)

„Mal ist das Land da – und dann wieder weg“ – die Römer konnten vor rund 2.000 Jahren mit dem Gebiet zwischen Oste und Elbe, das von Ebbe und Flut geprägt war, nichts anfangen. Und doch müssen hier Menschen gelebt haben, wie der Fund einer Moorleiche aus der Zeit mit einer stattlichen Größe von annähernd 2 Metern eindrucksvoll belegt. Gräben, die das Wasser in Richtung der Oste abgeleiten, haben das wertvolle Marschland nutzbar gemacht. Namhafte Siedlungen entwickelten sich im Laufe der Jahrhunderte. Osten blühte zu einem wichtigen Standort auf; aber das ist lange her. Mit der Gebietsreform im Jahre 1972 schlossen sich Osten, Isensee und Altendorf zusammen, um in der Samtgemeinde Hemmoor ein größeres Gewicht zu erlangen. – Nachdem Tourenleiter Bernhard anhand einer Karte die Größe von Altendorf eindrucksvoll darstellen konnte, sollte die über 2.000 Hektar große Fläche mit dem Rad umrundet werden. Bei kurzen Stopps an den Schöpfwerken wurde noch einmal deutlich, wie wichtig die Entwässerung für diese Region ist, um das fruchtbare Land für den Ackerbau nutzen zu können. Neben der Bauernschaft zieht es heutzutage vereinzelt auch mehr und mehr Städter auf entlegene, aber preislich extrem interessante Gehöfte. – Eine sehr interessante Tour mit vielen Informationen über Altendorf, damals und heute.


Hechthausen: Das „Große Gehölz“ (11.04.24)

Ein kleines Grüppchen aus neun Fahradfahrern traute sich heute nach Hechthausen. Das Wetter war nicht überragend, aber zu 99% trocken. Die Fahrt führte uns zu dem Denkmal am „Großen Gehölz“. Die Eiszeit hat vor 200.000 Jahren hier einen 23 Meter hohen Berg aufgeschoben, der seit hunderten von Jahren das „Große Gehölz“ genannt wird. Vor 200 Jahren hat ein Engelbert von Marschalck einen Wald aus überwiegend Buchen aufforsten lassen, die zum Teil heute noch stehen. Für Ackerbau auf dem eigentlich guten Boden waren die Hänge zu steil, sodass das Pflügen mit Pferd und Pflug zu schwierig war.

Die Straße auf der Nordseite des Hügels heißt deshalb auch „Hinterm Holz“.

Dirk Vollmers, der ehemalige Schriftführer des Heimatvereins Hechthausen gab einen interessanten Überblick über die geschichtlichen Hintergründe und würzte sie mit Anekdoten aus seiner Heimat Hechthausen/Klint.


Anradeln mit Ziel: Kornspeicher Freiburg (01.04.24)

„100 % Regen ohne Ende“ – die Vorausschau in der Wetter-App für diesen Ostermontag war wenig erfreulich. Und pünktlich zum Start um 9 Uhr fing es an zu regnen. Über 30 Mitglieder hatten sich zu der ersten größeren Tour des Jahres angemeldet. Nur rund eine Handvoll traute sich bei den miesen Aussichten dann doch nicht auf´s Rad – schade. Der Großteil zog die Regenkleidung an – und los ging´s. Das erst Teilstück nach Isensee war schnell geschafft. Familie Günter Mahler hatte ihre Diele zur Verfügung gestellt und empfing die Radler zu einem urigen und reichhaltigen Frühstück an gedeckten Tischen. Das war schon mal ein perfekter Einstieg. Satt und gut gelaunt war die zweite Teilstrecke schnell geschafft: Deutschlands einziges Küstenschifffahrtsmuseum in Wischhafen hatte nach der Winterpause wieder geöffnet. Ob Holzschiffbau, Metallkümo, Funktechnik oder Segelmacherhandwerk – auf der ausgiebigen Führung durch die Exponate des Museums berichtete ´Ehrendirektor´ Volker von Bargen so einiges aus der Zeit, als dieser Küstenabschnitt noch wichtiger Umschlagsplatz an der Elbe war. – Irgendetwas war anders, als man wieder im Sattel saß: es hatte aufgehört zu regnen! Und gleich fühlte sich das Anradeln viel angenehmer an. Die Landfrauen im Historischen Kornspeicher in Freiburg warteten bereits mit ihren selbst gebackenen Torten auf die Radlergruppe. Auch wenn die Außenterrasse an diesem Tage nicht genutzt werden konnte, so war es auch indoor äußerst schick und gemütlich. Der richtige Zeitpunkt, um der Tourenleiterin Edith ein dickes Lob auszusprechen – die Tour war ausgezeichnet geplant und vorbereitet – gut gemacht! Gemeinsames Dielen-Frühstück, Museumsführung und Kaffeeklatsch waren schon mal ein guter Einstieg in die diesjährige Saison. Besonders erfreulich: Das trockene Wetter hielt -mit einer kurzen Ausnahme- auf der Rückfahrt nach Hemmoor weiter an … so macht Radfahren noch mehr Spaß.


Wintertour (25.02.24)

Fahrradfahren im Winter ist nicht jedermanns Sache. Trotzdem trafen sich am letzten Sonntag im Februar viele Mitglieder zur ersten Wintertour des Jahres auf dem Hemmoorer Rathausplatz. Eis und Schnee waren für diesen Tag nicht angekündigt, aber mit rund 7 Grad fühlte es sich schon recht frisch an – wie es sich halt für eine Wintertour gehört. Die Strecke war den Temperaturen entsprechend angepasst, und so konnten sich die Radler bereits nach gut einer Stunde in der Gastwirtschaft „Bartels“ in Hüll aufwärmen. Silke Bartels servierte Glühwein, ´Eisbrecher´ oder nur ´ne Tasse Kaffee in der gut geheizten und urig gemütlichen kleinen Gaststube … und Tourenleiterin Rosie spendierte dazu noch ein Stück selbstgebackenen Kuchen – was will man mehr. Frisch gestärkt und aufgewärmt war die Fahrt zurück nach Hemmoor schnell geschafft. Auch wenn am Schluss der rund 30 km kurzen Tour dem einen oder anderen die Finger oder Füße langsam etwas kalt wurden – diese kleine Wintertour hat Spaß und vor allem Lust auf mehr in den nächsten Monaten gemacht. – Die diesjährige Saison startet am Ostermontag, 01.04.24 mit der Anradeltour nach Freiburg. Bis Mitte Oktober steht dann wieder eine Vielzahl von Radtouren im Vereinskalender.


Grünkohlwanderung (02.02.24)

Das war die erste Veranstaltung im neuen Jahr. Wochen bevor die Radfahrsaison starten kann, meldeten sich immerhin 25 Mitglieder zu einem gemeinsamen Grünkohlessen. Und wen das luftige Wetter nicht schreckte, der machte sich zu Fuß auf den Weg zur Festhalle nach Osten. Mitglieder des Festausschusses hatten den Bollerwagen mit Heißgetränken und Knabberzeugs bestückt und eine ca 6 km kurze Tour durch Basbeck und Osten angeführt. Glück gehabt – es blieb trocken … und bei einem Schluck Punsch unterwegs konnten sich die ´Wandersleut´ ein wenig aufwärmen. – – – Der Grünkohl nebst Beillagen wurde als Buffet und mehr als reichlich angeboten. Wohl keiner der Teilnehmer ließ es sich entgehen, ein zweites oder vielleicht auch ein drittes Mal den Teller mit einem Nachschlag zu füllen. Und auch das Plaudern kam nicht zu kurz – z.B. über die Radtouren, die in diesem Jahr geplant sind. Es warten wieder viele abwechslungsreiche Strecken und Ziele darauf, erkundet zu werden.